Creatures

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... die Orkus- Platte des Monats

Auch mit dem achten Album bleibt Ronny Moorings, kreativer Kopf hinter Clan of Xymox, seinem Grundsatz treu, keine seiner Platten wie die anderen klingen zu lassen. Doch im Gegensatz zu der Zeit, als der Niederländer viele Fans der ersten Stunde mit einer Mixtur aus Techno, Pop und Wave verschreckte, wird es diesmal bei allen Freunden der beiden 4AD- Werke deswegen mit Sicherheit keine langen Gesichter geben. Dennoch sind die Unterschiede zum Vorgänger , der vor knapp zwei Jahren stilistisch and die Ursprünge wieder anschloss, geradezu frappierend. Synthetische Popstrukturen grüßen auf "Creatures" zwischen kantiger Elektronik, mächtigeren Keyboards und ausgeprägteren Gitarren allenfalls aus der Ferne. Das Arrangement ist um Längen düsterer und die Produktion um soviel wuchtiger, dass "Hidden Faces" dagegen- trotz seiner Klasse- beinahe schon ein wenig kraftlos wirkt. Schade allenfalls, dass sich die meisten der elf Stücke- abgesehen vom Opener "Jasmine & Rose"), der zunächst mit einer "First And Last And Always"- Gitarre überrascht und sich anschließend zu einem and Dynamik kaum zu überbietenden Monsterhit mausert- im Mid- Tempo- Bereich und darunter bewegen. So läuft "Creatures" insbesondere mit elegischen Balladen wie "Consolation" und "All I Have" zu bestechender Hochform auf, während der eine oder andere Titel die melodische Eingängigkeit auch schon mal vermissen lässt, was die ausdrucksstarke Gesamtatmosphäre aber geschickt aufzufangen weiß. Bemerkenswert zudem das erweiterte Gesangsspektrum, das Ronny von Zeit zu Zeit in bisher unerreicht tiefe Stimmregionen führt. Als Musterbeispiel für die "neuen" Clan of Xymox mag aber das bombastische "Waterfont" herhalten, das mit wütenden Electro- Rhythmen, ekstatischen Gitarrenläufen und dem gewohnt leidenschaftlichen Gesang ein absolut authentisches, von aufgesetzten Klischees gänzlich unberührtes Gefühl von Schmerz und Verzweiflung freisetzt. Qualität, die sich durchsetzen wird.....  
(c) Orkus 1999/ Dennis Wollnik

Was haben die Sisters Of Mercy, The Cure und Fields Of The Nephilim gemeinsam? Richtig, ihre beste Zeit ist scheinbar vorbei. Zum Glück sind Clan of Xymox wieder aktiv. "Creatures", das neue exzellente Album der holländischen Wave- Legende, erfüllt den Wunsch nach düsterer, melancholischer Unterhaltung auf perfekte Art und Weise. Gleich der erste Song "Jasmine & Rose" entpuppt sich als treibender Gothic- Rock- Song. Angereichert mit tiefem Gesang, werden Erinnerungen an das beste The Sisters Of Mercy- Album "First And Last And Always" geweckt. Perfekt! Allerdings wird nicht mit weiteren Höhepunkten gegeizt. "Consolation" ist so tieftraurig, dass man die Schmerzen von Mastermind Ronny Moorings fast selbst spürt. Die elf Titel von "Creatures" schein nahtlos ineinander überzufließen. Wunderschöne Dark- Pop- Songs erzählen Geschichten von Libe und Leid. Endlich wieder ein Werk, in dem man sich hoffnungslos verlieren kann. "Creatures" ist deshalb die mit Abstand beste Dark- Wave- Platte der letzten zwei Jahre!
(c) Zillo 1999/ Markus Fürgut

Das nunmehr vierte Album der Niederländer verspricht, wieder ein echter Wave/Gothic- Knaller zu werden! Nach ihrem Comeback 1997 (mit ihrem dritten Album 'Hidden Faces') und zwei Jahren voller Auftritte waren Clan Of Xymox nun in den Woodbine Studios, um mit Produzent John A. Rivers 'Creatures' aufzunehmen. Den Ausflug in Pop- und Dancebereiche haben sie ( zum Glück) beendet, und so klingt 'Creatures' wieder wie ganz früher: melodischer Wave/Gothic zwischen Elektronik und Gitarre. Vergleiche mit anderen großen Bands wie z. B. mit den Sisters Of Mercy ( beim Opener 'Jasmine & Rose') oder mit The Cure (bei 'Waterfont') sind durchaus gerechtfertigt, schmälern jedoch keineswegs die Qualität der Musik. Man kann Sänger und Frontmann Ronny Moorings zu diesem Album einfach nur gratulieren!
(c) Sonic Seducer 1999/ Frauke Stöber

Viel Mut beweisen Clan Of Xymox auch nach 16 Jahren Bandgeschichte nicht, womit sie traurigerweise im Bereich Gitarrenwave auch nicht alleine sind. Traditionelle Songstrukturen, die, gelagert auf einen sphärisch-düsteren Grundtonteppich, angereichert mit dem klassischen Electro- Gitarrenriff und hie und da abgedriftet in verzerrte Alltagsgeräusche , pressen ein stetig gleich geschminktes Gesicht ans Ohr- angenehm, aber nicht überwältigend. Auf 'Creatures' vermisst man den Überraschungseffekt von Song zu Song und besonders innerhalb der Stücke- zu aufdringlich ist die Vorhersehbarkeit. Wenn Gesang zur bloßen Rezitation im Strophe- Refrain- Prinzip verkümmert, fragt man sich, weshalb Clan Of Xymox ihre wahrhaft stimmliche Eindringlichkeit nicht nutzen, um mir nun wirklich den Verstand zu rauben. So allerdings bleibt 'Creatures' feucht glänzender Lack, der in einigen Sequenzen besonders schön glänzt, jedoch nur einer Handbewegung bedarf, um anderen Erinnerungen Platz zu schaffen.
(c) Body Styler 5/99 Kathleen Händel

Clan Of Xymox
Auch sechzehn Jahre nach Gründung stellen "Clan of Xymox" ihre Fähigkeit zur musikalischen Weiterentwicklung unter Beweis, denn das aktuelle Album "Creatures" wurde noch wesentlich dunkler und kraftvoller in Szene gesetzt als der Vorgänger. Dabei bedient sich Ronny Moorings nach wie vor des typischen Zusammenspiels von Elektronik und Gitarre, wobei die elf Songs einmal mehr im hohen Maße von seinem Gespür für atmosphärisch dichte Arrangements und melancholisch leidenschaftliche Melodien zeugen. Live ist die Band ein optisches und akustisches Highlight..
(c) Pfingstbote des WGT 2000