English translations will be coming soon.

Liberty

libcds.JPG (42698 Byte)
Fast zeitgleich zur Live-Platte nun, eineinhalb Jahre nach dem letzten Longplayer "Creatures" , auch noch eine neue Maxi-CD mit komplett frischem Material. Wer jedoch gemeint hat, hier schon den Sound eines wohl für 2001 zu erwartenden Albums abschätzen zu können, sieht sich getäuscht, denn Ronny läßt sich mit vier recht unterschiedlichen Tracks, die jedoch fast alle deutlich mehr Gothic- als Electro-Einflüsse aufweisen, nicht wirklich in die Karten schauen. "Liberty" repräsentiert dabei am ehesten den Stil, den Clan of Xymox erstmals auf "Creatures" geprägt haben: schleppender Rhythmus, schwerer Bass, mehr düstere Stimmung als melodische Eingängigkeit und Ronnys tiefer Gesang dazu. Wer Stücke wie "Undermined" oder "Doubts" mag, wird "Liberty" ganz sicher lieben. Der recht elektronische Mix von Greg Rule ist hingegen wohl eher Geschmackssache, obwohl man ihm zugute halten muss, dass diese Neubearbeitung endlich mal Mut zur Veränderung beweist. "Number One" wiederum ist Gothic-Rock der feinsten Sorte wäre als Titeltrack vielleicht passender gewesen, denn schnelles Tempo, perlende Gitarren, pathetische Keyboards und eine packende Melodie zeichnen den zweiten Song auf dieser Maxi aus. Bei "At Your Mercy" handelt es sich schlussendlich um ein Juwel im klassischen Clan of Xymox-Stil, wobwi die verträumte Wave-Atmosphäre durch das Wechselspiel zwischen Ronnys tiefer Stimme in der Strophe und seinem hohen, wirklich herzzerreißend melancholischen Gesang im Refrain einen zusätzlichen Reiz erfährt. Auch wenn wohl mach einer an dieser Stelle gern ein paar Stücke mehr von den Holländern gehört hätte, sollten drei sehr starke Tracks, mit denen sich Clan of Xymox so vielschichtig wie selten zuvor präsentieren, die Wartezeit auf das nächste Studioalbum doch erst mal erträglich gestalten.
(c) Orkus 2000/ Dennis Wollnik

Neben dem kongenialen Live-Doppelalbum warten Ronny Moorings und Co. gleich mit einem komplett neun Streich  aus der Xymox-Torture-Chamber auf. "Liberty" heißt die neue Maxi-CD, die den auf dem letzten Full-Time-Album "Creatures" eingeschlagenen Weg logischerweise weiterverfolgt und zementiert. Der gleichnamige Titeltrack ist eher ein Midtempo-Gothic-Rock-Song als ein typischer Xymox-Wave-Knaller. Nichtsdestotrotz weiß das Lied auf Grund sehr schöner Melodiebögen, dem filigranen Gitarrenspiel und Ronnys Stimmkünsten voll und ganz zu überzeugen. "Number One" ist ein bisher ebenfalls unveröffentlichtes Stückwelches in eine ähnliche Kerbe schlägt wie "Liberty". "At Your Mercy", der dritte Track auf dieser Maxi-CD, ist ein ruhigeres, besinnlicheres Werk, welches perfekt mit den beiden anderen Songs harmoniert. Als Bonus gibt es noch den "Greg Rule - Remix" von "Liberty",der Clan of Xymox von einer eher elektronischeren Seite präsentiert. Alles in allem: ein absolut gelungener Appetizer, der wirklich hungrig auf das hoffentlich im Frühjahr 2001 erscheinende neue Album macht. 
(c) Zillo 2000/ Thomas Thyssen  

Live

live.JPG (14919 Byte)
Es hat tatsächlich noch gefehlt in der nunmehr siebzehnjährigen Bandgeschichte, das erste offizielle Live-Album von Clan of Xymox. Und da die Formation um Mastermind Ronny Moorings ihre alten Hits bei Konzerten nie vernachlässigt und zudem stets Versionen spielt, die den Albumfassungen sehr nahe kommen, kann man "Live" auch gleich als erste richtige Best Of-Platte bezeichnen. Wer die Holländer in den drei Jahren seit ihrem Comeback auf der Bühne gesehen hat, dürfte sich das exquisite Tracklisting schon ausmalen können, das einen hier auf zwei Silberscheiben erwartet (Stranger, A Day, Louise, Back Door, Muscoviet Mosquito, This World, Jasmine & Rose plus zwölf weitere Songs und zwei Live-Videos), denn mit diesem Set waren Ronny und der Clan bereits mehrmals auf Tour. Nicht nur die Klangqualität ist dabei erstklassig, auch der Aufnahmeort wurde mit Lateinamerika klug gewählt, ziehen Clan of Xymox dort doch mal eben ein paar tausend Zuschauer auf ihre Konzerte (was unter anderem dadurch zu erklären ist, dass sie dortigen Eintrittspreise wesentlich billiger sind, als die für Tonträger). So eine Kulisse, die unentwegt "Xymox, Xymox.." skandiert, macht auf einer Live-CD dann in der Tat auch noch einiges her, vom imposanten Cover-Motiv mit der überdimensionalen Bühne mal ganz zu schweigen. Darum bleibt am Ende nur festzustellen: wer die Faszination von Clan of Xymox bis heute weder erlebt noch verstanden hat, sollte mit dieser Scheibe um eine Erfahrung reicher werden.
(c) Orkus 2000/Dennis Wollnik

Album des Monats

ziladm.JPG (43469 Byte)

Wer Clan of Xymox schon einmal live gesehen hat, weiß, welche Qualitäten die niederländische Formation gerade auf der Bühne entwickelt. Da dies anscheinend Xymox-Mastermind Ronny auch feststellte, erschienen nun mit dem schlicht "Live" betitelten Doppel-CD-Album die ersten offiziellen Live-Aufnahmen, die während der letztjährigen Zentral- und  Südamerikatour aufgenommen wurden. Tatsache ist, dass diese "live"- Doppelalbum auch gleichzeitig den Anspruch einer Best-Of-Compilation erheben kann, wird doch kein Sahnestück der eigenen Diskografie ausgelassen. Von legendären, unvergessenen Clubhits `a la "Stranger", "A Day", "Louise", "Michelle" oder "Back Door" bis hin zu den neueren Klangelaboraten wie z.B. "Out Of The Rain", "Jasmine & Rose" oder "Creature" ziehen Clan of Xymox alle Register ihres Könnens. Die Aufnahmequalität genügt höchsten Ansprüchen und transportiert die wahnsinnige Live-Atmosphäre direkt ins heimische Wohnzimmer. Unglaublich, wie Xymox von dem äußerst enthusiastischen Publikum gefeiert werden. Diese Live-Album ist ein Muss für jeden Clan-of-Xymox-Fan, und auch die unter euch, die bisher noch keinen Eindruck in das Schaffen der Holländer haben, können hier bedenkenlos zugreifen. Ihr werdet es nicht bereuen!
(c) Zillo 2000/Thomas Thyssen

Consolation

consolation.jpg (44967 Byte)


Entgegen vorheriger Ankündigungen gibt es aus dem aktuellen Album "Creatures" nun also doch noch eine Single- Auskopplung, wobei als Titelstück nicht der Tanzflächenfüller " Jasmine and Rose" ausgewählt wurde, sondern die Ballade "Consolation". Der Grund dafür resultiert unter anderem aus dem Umstand, das in Amerika diese Maxi zur Radio- Promotion für die kürzlich absolvierte Tour verwendet wurde. "Consolation" ist daher dann auch gleich zweimal hier vertreten, bietet jedoch weder in der einen , noch in der anderen Ausführung bahnbrechend Neues: der "Full Mix" lässt so gut wie keine Unterschiede zur Albumversion erkennen, der "Radio Edit" wurde lediglich um eine Minute gekürzt. Anders verhält es sich da schon mit den beiden verbleibenden Stücken. Das bislang unveröffentlichte "Reason" weist mit seinen synthetischen Popstrukturen eher Parallelen zu der vorangegangenen Platte " Hidden Faces" auf (schimmert da in der Strophe nicht auch ein Hauch von Depeche Mode durch?), während "Jasmine and Rose" mit dem "Thorn Mix" von John Rivers im Vergleich zum Original (und zum nur in Übersee verwendeten "US Remix") noch eine Spür mächtiger daherkommt und demzufolge für den Clubeinsatz geradezu prädestiniert ist.
(c) Orkus 2000/ Dennis Wollnik